Monthly Archive for March, 2009

Das Wochenrückblog – KW 11

Viel ist passiert in der vergangenen Woche im Delta der Metropolregion. Hier die Quintessenz aus der Berichterstattung  des Rhein-Neckar-Fernsehens.

Explosion in der Heidelberger Weststadt

Am Montag hielt eine Explosion in der Heidelberger Weststadt Feuerwehr, Polizei und Bewohner für Stunden in Atem. Die Ursache des Unglücks ist inzwischen geklärt: Offenbar führten Treibmittel in Montageschaumdosen zu der Verpuffung. Vermutlich hatten drei Arbeiter im Keller des Hauses Bohrlöcher mit über 100 Dosen Montageschaum gefüllt und dabei die Warnhinweise des Herstellers völlig mißachtet. Laut Polizei rauchten die Arbeiter möglicherweise, so dass sich das hochexplosive Gas-/Luftgemisch entzündete. Bei der Explosion wurden fünf Menschen verletzt, zwei Arbeiter liegen mit schweren Verbrennungen in der BG Unfallklinik in Ludwigshafen, einer von ihnen auf der Intensivstation. Zum TV-Beitrag vom Montag in RNF Life.

Spatenstich für Heidelberger Bahnstadt

Jahrelang wurde geplant, diskutiert, gerechnet und gestritten – doch jetzt werden Fakten geschaffen: Auf dem 116 Hektar großen Gelände des ehemaligen Heidelberger Güterbahnhofs wurde der erste Spatenstich für ein gigantisches Bauprojekt gesetzt. Heidelberg bekommt einen neuen Stadtteil – die Bahnstadt. Zum TV-Beitrag in RNF Life. Gleichzeitig ist durch den Bau der Bahnstadt die geschützte Mauer-Eidechse bedroht – auch hierzu der Beitrag.

Mehr Kurzarbeit bei Daimler in Wörth und Mannheim

Daimler weitet die Kurzarbeit nun auch auf LKW-Werke aus. Im Mercedes-Benz Werk in Wörth sollen vom 4. Mai an bis zu 7500 Mitarbeiter kurzarbeiten. Im LKW-Werk in Mannheim werden ab dem 6. April 3500 Beschäftigte betroffen sein. Die Maßnahme ist zunächst bis zum Ende der Sommerferien 2009 geplant. Außerdem wurden Zeitarbeitsverträge und befristete Arbeitsverträge nicht verlängert. Daimler reagiert damit auf die anhaltende Nachfrageschwäche und rückläufige Auftragseingänge.

Teilgeständnisse im Prozess um Ludwigshafener Hafen-Affäre

Im Bestechungsprozess um die Hafenbetriebe Ludwigshafen legten die ersten Angeklagten Teilgeständnisse ab.  Der frühere Geschäftsführer Sigurd Kunkel sagte vor Gericht, er habe damals jeden Bezug zur Realität verloren. Der 64jährige will sich noch im Einzelnen zu den Vorwürfen äußern. Ein früherer Abteilungsleiter der Hafenbetriebe räumte die Untreue-Vorwürfe zum großen Teil ein, bestritt aber, Geld angenommen zu haben. Bauunternehmen sollen über Jahre hinweg überhöhte Rechnungen bei den Hafenbetrieben abgerechnet haben. Dadurch entstand laut Anklage ein Schaden von 2,5 Millionen Euro. Die beiden Angeklagten sollen den Unternehmen Aufträge zugeschoben haben. Im Gegenzug ließen sie Privathäuser und -wohnungen renovieren. Ein mitangeklagter Bauunternehmer sagte, er sei davon ausgegangen, dass es sich dabei um Betriebswohnungen handle. Zum Video vom Prozessauftakt.

Schüsse in Mannheimer Kiosk: Acht Jahre Haft wegen Totschlags

Ein Mannheimer Kioskbesitzer muss wegen Totschlags ins Gefängnis. Das Landgericht Mannheim verurteilte den 35jährigen zu acht Jahren Haft und Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 Euro. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Kioskbesitzer im April vergangenen Jahres seinen früheren Angestellten erschossen hat. Der Tat ging ein Streit um Lohnzahlungen voraus. Laut Urteil schoss der Verurteilte seinem Opfer zunächst ins Bein und feuerte dann aus nächster Nähe weitere Schüsse in den Oberkörper ab. Die Tat habe einer Hinrichtung geglichen, hieß es vor Gericht. Der 35-Jährige hatte vor Gericht die Tat eingeräumt, berief sich aber auf Notwehr.

Ein Mensch stirbt bei Brand in Walldorf

Das Feuer in einem Wohnhaus in Walldorf ist gelegt worden. Die Polizei geht von Selbstmord aus. Bei der am Montag in der ausgebrannten Wohnung gefundenen Leiche handelt es sich höchstwahrscheinlich um den 38jährigen Besitzer. Der Mann war bis zur Unkenntlichkeit verbrannt, die Türen in der Dachgeschosswohnung waren von innen verschlossen. Das Feuer war am frühen Montagmorgen ausgebrochen, die genaue Brandursache ist noch unklar. Es entstand ein Schaden von 150 000 Euro.

Weniger Geld für BASF-Vorstände

Die Wirtschaftskrise schlägt sich bei der BASF auch in den Vorstandsbezügen nieder.  Wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht, verdiente Konzernchef Jürgen Hambrecht im vergangenen Jahr insgesamt 4,4 Millionen Euro. 2007 waren es noch 5,2 Millionen. Der gesamte BASF-Vorstand kam auf eine Gesamtvergütung von 22,35 Millionen Euro, etwa fünfeinhalb Millionen weniger als im Jahr zuvor.

Überfülltes Tierheim in Weinheim

Tierheime sind die letzte Chance für Tiere, die niemand mehr haben will.
Allerdings stehen viele dieser Tier-Asyle quasi chronisch vor der Pleite. 90 Prozent aller deutschen Tierheime werden von lokalen Tierschutzvereinen unterhalten, die öffentliche Hand hält sich zurück – auch in der Region. Nur ein Beispiel ist das Tierheim in Weinheim: Es ist in einem desolaten Zustand – zum Video.