
Große Freude bei RNF: Mit zwei Medienpreisen der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LfK) kehrte die Delegation des Rhein-Neckar Fernsehens aus dem SI-Zentrum Stuttgart in die Metropolregion zurück. Eine elfköpfige Jury zeichnete die Redaktion für die Hintergrundberichterstattung rund um die Brandkatastrophe in Ludwigshafen sowie Volontärin Stefanie Klee für ihre Abschlussarbeit “Latino – ein Chilene in Mannheim” aus.
“Man konnte bei den Nominierungen sehen: die Qualität bei den regionalen Fernsehsendern insgesamt ist höher geworden. Um so schöner, dass wir gleich zwei Mal die Nase vorn hatten”, kommentierte RNF-Programmchef Bert Siegelmann die Preisverleihung.
In der Kategorie Hintergrundberichterstattung standen die Autoren Harald Bürk, Ralph Kühnl, Sascha Spataru sowie Kameramann Ralf Siegelmann auf der Bühne. Sie hatten die Beiträge über die Brandkatastrophe mit neun Toten (davon fünf Kindern) vom Februar 2008 in der Hauptsache betreut. Besonders beeindruckt habe die Jury, so heißt es in der Begründung, “die sorgfältige Rekonstruktion der Abläufe, das Entwirren von Tatsachen und Behauptungen sowie das Bemühen um Klarheit und Wahrheit und die eindeutige Stellungnahme in Kommentaren zum Geschehen”. Außerdem lobte sie die eindrücklichen Bilder vom Brandort und sehr guten O-Töne Betroffener, die die menschliche wie die politische Dimension der Tragödie aufzeigten. Bei der Preisverleihung dankte Chefredakteur Sascha Spataru dem gesamten RNF-Team: “Die jetzt ausgezeichnete Berichterstattung wäre nur von den Anwesenden hier auf der Bühne nicht zu stemmen gewesen. Wir sind stolz, dass wir auf ein Team zurückgreifen können, in dem sich alle sofort auf eine neue Lage einstellen und in dem gleich alle Zahnräder reibungslos ineinander greifen, wenn die Situation es erfordert. Und das war bei dieser Brandkatastrophe ganz klar der Fall.”

Volontärin Stefanie Klee profilierte sich mit ihrer Produktion “Latino – ein Chilene in Mannheim” gleichermaßen als Producerin, Autorin, Kamerafrau und Cutterin. Mit hohem Aufwand zeichnete sie das Bild des Chilenen Pancho, der nach seinem Leben unter dem Allende-Regime in Mannheim eine neue Heimat fand. Es entstand ein einfühlsames, sehr persönliches Porträt, das die Jury rundweg überzeugte. “Als es so weit war, konnte ich es kaum glauben – ich wollte erst gar nicht hoch auf die Bühne”, sagte Steffi nach ihrer Auszeichnung. “Aber dann, da oben zu stehen: Das war einfach der Hammer.”
Bei insgesamt fünf Kategorien für das Medium Fernsehen war RNF noch in zwei weiteren nominiert: In der Kategorie “Aktueller Beitrag” hatte es Harald Bürk mit seinem Beitrag “Genmais-Bewachung in Ladenburg” in die Runde der letzten drei geschafft, in der Kategorie “Videojournalisten” nominierte die Jury Ralph Kühnl und seine Reportage “Letzter Linienflug von Berlin-Tempelhof – Destination: Mannheim” für die finale Auswahl.
Die LFK-Medienpreise gelten bundesweit als Messlatte für anspruchsvolle Berichterstattung in den privaten Medien des Landes Baden-Württemberg. Sie werden jährlich von der Landesanstalt für Kommunikation ausgelobt. RNF zählte in den vergangenen Jahren regelmäßig zu den Preisträgern. Mehr Informationen zum LFK-Medienpreis bietet die Seite www.lfk-medienpreis.de



